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In der Fremde

Ok, bevor ich weitererzähle, was so passiert ist, mal was anderes.

 

Was mir hier aufgefallen ist, und nicht nur mir, als Ausländer hat man es in Syrien relativ einfach Menschen kennen zu lernen. Einige Beispiele:

 

Wenn man auf der Straße jemanden nach dem Weg fragt, dann wird man immer sofort gefragt, wo man herkommt, was man hier macht, wie es einem gefällt und so weiter. Manchmal bekommt man dann auch gleich Handynummern, damit man sich melden kann, wenn man Probleme hat, oder ein bisschen die Stadt gezeigt bekommen möchte oder sonst wie sich noch mal treffen möchte. Wenn man in einem Cafe sitzt, dann ist es meist so ähnlich, man kann hier einfach sehr schnell Kontakte knüpfen, da die Menschen sehr hilfsbereit sind und auch interessiert daran, was man als Ausländer in ihrem Land macht.

 

Mittlerweile kann ich verstehen, warum Ausländer in Deutschland solche Probleme haben und sich dann auch lieber unter ihren eigenen Landsleuten aufhalten. Wer wird denn in Deutschland beim Bäcker gefragt wie es einem geht? Also von jemand fremden? Eigentlich niemand. Ich empfinde das nicht als schlimm in Deutschland, denn ich bin daran gewöhnt, aber unsere Austauschgruppe wird jetzt dann im März nach Deutschland kommen und sie werden sich sicher erst mal daran gewöhnen müssen, dass nicht jeder fragt, wer sie sind, woher sie kommen und was sie in Deutschland machen.

Ich muss aber auch dazu sagen, dass Einkaufen hier viel persönlicher ist, also man hat mehr Kontakt. In nem deutschen Supermarkt darf die Dame an der Kasse nicht anfangen groß eine Konversation mit jemandem anzufangen, denn dann wird die Warteschlange länger und die Leute beschweren sich. Hier ist in jedem zweiten Haus ein kleiner Tante Emma Laden, in den man oft gar nicht reingehen kann, sondern vor der „Ausgabe“ stehen muss und dem Verkäufer dann sagt, was man haben möchte und dass dann herausgelangt bekommt. Somit hat man unmittelbar mit den Menschen zu tun und kommt auch ins Gespräch. Und es beschwert sich auch keiner, wenn man mal 15 Minuten warten muss, bis man an der Reihe ist. Oft klinken sich die Leute dann auch noch mit ins Gespräch ein.

 

Ich denke, dass ist ein großes Problem in Deutschland, und da kann ich nicht verstehen, dass von mangelnder Integration bei Ausländern gesprochen wird, denn es ist wirklich nicht einfach in unserer Gesellschaft Kontakte mit Fremden zu knüpfen. Aber so sind Kulturunterschiede nun mal, aber ein bisschen mehr Offenheit gegenüber jeglichem Fremden würde uns Deutschen sicherlich gut tun, da könnten wir uns eine gute Scheibe von den Syrern, oder den Arabern allgemein, abschneiden.

2.2.09 13:16
 


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